{"id":12,"date":"2016-02-19T21:58:48","date_gmt":"2016-02-19T20:58:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christwohin.com\/christwohin\/wp\/?page_id=12"},"modified":"2024-12-05T23:26:36","modified_gmt":"2024-12-05T22:26:36","slug":"wie-es-zu-den-exerzitien-kam","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wie-es-zu-den-exerzitien-kam\/","title":{"rendered":"Wie es zu den Exerzitien kam\u2026"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Eingebung der Tugenden und die Gr\u00fcndung der Exerzitiengemeinschaft<\/strong><\/p>\n<p>In einer Eingebung wurden Maria von Moos im Jahr 1969 die \u201ef\u00fcnf Tugenden des Herrn\u201c im Gleichnis der H\u00e4nde aufgezeigt: Bereitschaft im Glauben \u2013 Geduld in der Hoffnung \u2013 Demut in der Freude \u2013 Selbstverleugnung in der Busse \u2013 Liebe in der Hingabe. Gleichzeitig bekam sie den Befehl, zu gr\u00fcnden. Sie betete und fragte: \u201eWas willst Du, was ich tun soll? Wie soll ich gr\u00fcnden? Ich kann doch nicht bauen und habe ja auch kein Geld?\u201c<\/p>\n<p>Inzwischen diktierte sie ihrem geistlichen Begleiter, Pfarrer Ernst Peterhans, die Tugenden aus der Eingebung. Er arbeitete sie aus und versah sie mit Bibelstellen. So erschien das Gedankengut der f\u00fcnf Tugenden zuerst in Ausz\u00fcgen. Ein interessierter Personenkreis wurde in Einkehrtagen in verschiedenen Bildungsh\u00e4usern in die Tugenden des Herrn eingef\u00fchrt. 1978 erschien dann die erste Auflage des Buches \u201eChrist wohin?\u201c.<\/p>\n<p>Unterdessen betete Frau von Moos und fragte immer wieder im Gebet: \u201eVater im Himmel, was muss ich tun? Und w\u00e4re es nicht besser, wir h\u00e4tten etwas Eigenes?\u201c Doch sie erhielt keine Antwort. Beharrlich betete sie weiter. Sie erhielt wieder die Antwort: \u201eDu musst gr\u00fcnden!\u201c Darauf antwortete sie: \u201eAber ich hab doch kein Geld.\u201c Da bekam sie die Antwort: \u201eDu brauchst kein Geld. Du kannst mieten!\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Sommerferien 1980 betete sie auf einer Wallfahrt in Assisi zum Heiligen Franziskus und zur Heiligen Klara: \u201eIhr habt ja auch arm gelebt und kein Geld gehabt. Was soll ich tun?\u201c Und immer wieder fragte sie im Gebet Jesus Christus: \u201eSag mir: Was soll ich tun? Und wann und wo?\u201c<\/p>\n<p>Mit einer Freundin besuchte sie die Lieblingseinsiedelei des Heiligen Franziskus, La Verna. Auf dem Weg zur Kapelle an dem Ort, an dem der Heilige Franziskus die Wundmale empfangen hatte, blieb sie auf einmal stehen. Ihre Freundin ging einfach weiter, sie bemerkte nichts. Frau von Moos wurde in eine Schauung versetzt und Christus zeigte ihr einen Ort mit einer Kapelle oberhalb eines Sees. Gegen\u00fcber dem Eingang ein Wegkreuz, rechts ein Restaurant mit einem gekiesten Vorplatz und einem landwirtschaftlichen Betrieb, 200 Meter davon entfernt, am Waldrand, eine H\u00fctte, links neben der Kapelle einen Weg hinunter durch den Wald zu einer Grotte. Sie m\u00fcsse hier eine Gemeinschaft gr\u00fcnden. Hier sei der Ort, wo Exerzitien stattfinden sollten. Darauf fragte sie: \u201eJa, aber wie und wann?\u201c Darauf wurde ihr die Form und das Datum der Exerzitien geboten: Die H\u00fctte am Waldrand k\u00f6nne f\u00fcr die Exerzitien gemietet werden. Es reiche ein Strohsack als Lager (wir bekamen alte Matratzen wie aus Turnhallen und Besuch von M\u00e4usen), zum Essen Suppe und Brot. Die Teilnehmer sollten als Zeichen der Einheit und Gleichheit vor Gott und zum Zeichen der Bu\u00dfe ein aschefarbenes Kleid in Kreuzform tragen, einen Bu\u00dfg\u00fcrtel, daran einen Rosenkranz und ein Kreuz mit den F\u00fcnf Wundmalen Jesu Christi.<\/p>\n<p>Weiter gebot der Herr: Die Teilnehmer an den Exerzitien sollten in das betrachtende Gebet des Rosenkranzes eingef\u00fchrt werden. Dieser d\u00fcrfe kein Lippengebet sein, sondern er m\u00fcsse betrachtend und in der Gesinnung Jesu Christi gem\u00e4\u00df den F\u00fcnf Tugenden gebetet werden. Und: Der Rosenkranz soll t\u00e4glich von den Mitgliedern der Gemeinschaft gebetet werden. Auch das Datum f\u00fcr die ersten Exerzitien wurde in der Schauung genannt: Der 26. Oktober 1980.<\/p>\n<p>Im Haus der schwedischen Franziskanerinnen in Assisi vertraute sie ihrem geistlichen Begleiter, Pfarrer Peterhans, die Schauung unter dem Siegel des Beichtgeheimnisses an.<\/p>\n<p>Aus den Sommerferien heimgekehrt, r\u00fcckte das Datum der ersten Exerzitien immer n\u00e4her. Deshalb begab sich Frau von Moos von Romanshorn nach Amriswil zu Pfarrer Peterhans und bat ihn, mit ihr das Bodenseegebiet abzufahren, um den in der Schauung beschriebenen Ort zu finden. Ohne Erfolg kehrten sie zur\u00fcck. Pfarrer Peterhans war ziemlich ratlos und machte sich viele Gedanken, die ihn in den Schlaf begleiteten. In der Nacht hatte er einen Traum. Als er aufwachte, kam ihm der Traum in den Sinn und er erinnerte sich, dass es sich bei dem beschriebenen Ort um die Wallfahrtsst\u00e4tte Klingenzell handelte. Als Pr\u00e4ses der Jungwacht Schaffhausen hatte er dort Jugendfreizeiten geleitet. Noch am selben Tag begab er sich mit Maria von Moos nach Klingenzell. Als sie eintrafen, rief sie: \u201eDas ist der Ort, den ich in der Schauung gesehen habe, alles stimmt \u00fcberein. Die Kapelle, gegen\u00fcber das Wegkreuz, das Restaurant mit dem Landwirtschaftsbetrieb und dahinter, am Rand des Waldes, die H\u00fctte. Dazu der Untersee und der Grottenwald.\u201c Sie konnten die H\u00fctte auch sofort besichtigen, weil gerade eine Jugendgruppe darin tagte. Jetzt musste diese H\u00fctte nur noch frei sein f\u00fcr den 26. Oktober. Am selben Abend telefonierte Pfarrer Peterhans mit dem Verantwortlichen f\u00fcr die Jungwacht, Herrn Baumann aus Schaffhausen und fragte an, ob die H\u00fctte frei sei. Dieser verneinte. F\u00fcr den 26. Oktober habe eine Gruppe die H\u00fctte bereits fest gebucht. Entt\u00e4uscht brachte er Frau von Moos die Nachricht und sagte: \u201eDu hast dich get\u00e4uscht. Hast du dir alles nur eingebildet ?\u201c Sie antwortete ihm: \u201eIch habe mich nicht get\u00e4uscht. Der Herr hat es so bestimmt. Und da er es will, wird es auch mit dem Termin klappen.\u201c Nach mehreren Tagen rief Herr Bauman bei Pfarrer Peterhans an und teilte ihm mit, dass die Buchung der H\u00fctte auf 26. Oktober kurzfristig abgesagt worden sei. So konnten die ersten Exerzitien gehalten werden. Ohne Unterbrechung fanden sie nun monatlich bis Oktober 1995 in Klingenzell statt.<\/p>\n<p>Mit der Zeit wurde die H\u00fctte f\u00fcr die steigende Anzahl der Exerzitienteilnehmer zu klein. Auch die sanit\u00e4ren Anlagen lie\u00dfen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Wir bekamen in Klingenzell die feudale Schlo\u00dfscheune zur Miete angeboten und hielten dort f\u00fcr einige Monate bis September 1996 die Exerzitien. Eines Tages aber sagte Christus vom Kreuz herab: \u201eMaria, hier kannst du nicht bleiben. Es gef\u00e4llt mir hier nicht. Du musst wieder gehen.\u201c Sie antwortete: \u201eJa, aber wohin? Bitte sage mir, wohin wir gehen sollen. Wo muss ich suchen?\u201c Sie bekam zur Antwort: \u201eNicht du musst ein neues Lager suchen, sondern ich suche es dir aus.\u201c Pfarrer Peterhans gab ein Inserat in der Zeitung auf \u2013 doch wir fanden kein brauchbares Objekt. Mitte September 1996 kam ein Treuh\u00e4nder in Amriswil auf ihn zu und bot eine Liegenschaft, ein Ausstellungsgeb\u00e4ude mit einer Lagerhalle auf einem grossen Areal in Altnau, zur Besichtigung an. Bereits 1986 hatten wir eine kirchliche Stiftung f\u00fcr die sorgf\u00e4ltige Verwaltung der Spenden an die Gemeinschaft errichtet. Da die R\u00e4ume in dem Ausstellungsgeb\u00e4ude wie R\u00e4uberh\u00f6hlen aussahen, war der Stiftungsrat bei der Besichtigung gegen den Kauf: \u201eMaria, das geht doch nicht. Das ist viel zu teuer. Da m\u00fcssen wir viel zu viel Geld hineinstecken. Das ist ein unm\u00f6gliches Unterfangen, hier in zwei Wochen Exerzitien zu halten.\u201c Sie antwortete Ihnen: \u201eIch brauche nur einen Besen, Wasser und einen Lappen zum Putzen und Ihr werdet sehen, dass die Exerzitien termingenau stattfinden.\u201c So konnten wir am Samstag, den 26. Oktober 1996 in einem provisorischen Andachtsraum in aller Einfachheit die ersten Exerzitien in Altnau beginnen. Die Handwerker aus unserer Gemeinschaft bauten in den folgenden Monaten in Eigenarbeit das Ausstellungsgeb\u00e4ude in ein Exerzitienhaus um. Im Untergeschoss richteten wir eine Hauskapelle ein, die Regionaldekan Erich H\u00e4ring 1997 im Auftrag von Bischof Kurt Koch einweihte. Vom Kreuz in der Hauskapelle herab sagte unser Herr zu Frau von Moos: \u201eHier bleibe ich. Von hier gehe ich nicht mehr fort\u201c.<\/p>\n<p>Die Exerzitien sind eine Bestimmung der g\u00f6ttlichen Vorsehung. Sie finden bis zum heutigen Tag regelm\u00e4\u00dfig statt. Die Gemeinschaft hat sich im Stillen in den letzten f\u00fcnfunddrei\u00dfig Jahren immer weiter entwickelt. Sie l\u00e4sst sich ganz von der Vorsehung Christi leiten. Er bestimmt. Er wirkt. Er hat sich einquartiert.<\/p>\n<p>Im Dezember 2014 hat die Exerzitiengemeinschaft nach Pr\u00fcfung aller Unterlagen die kirchenrechtliche Belobigung und Empfehlung durch den Bischof der Di\u00f6zese Basel, Dr. Felix Gm\u00fcr, erhalten. Weihbischof Martin G\u00e4chter schreibt dazu, dass die Di\u00f6zese die gute Zusammenarbeit der Gemeinschaft mit den Ortspfarreien im neu errichteten Pastoralraum Altnau begr\u00fc\u00dft. Er w\u00fcnscht unserer Gemeinschaft die \u201eKraft des Heiligen Geistes f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Anstrengungen f\u00fcr die Neuevangelisierung im Geist des apostolischen Schreibens \u201eevangelii gaudium\u201c (Die Freude des Evangeliums) von Papst Franziskus.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Richtigkeit der Angaben<br \/>\nAltnau, 7. M\u00e4rz 2016<\/p>\n<p><strong>Pfarrer Edwin Stier<\/strong><br \/>\n<em>Geistlicher Leiter<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Eingebung der Tugenden und die Gr\u00fcndung der Exerzitiengemeinschaft In einer Eingebung wurden Maria von Moos im Jahr 1969 die \u201ef\u00fcnf Tugenden des Herrn\u201c im Gleichnis&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"class_list":["post-12","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2315,"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions\/2315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christwohin.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}